Zaubersalbei

Die Wirkungen von Salvia Divinorum lassen sich bereits an seinen Trivialnamen erahnen.

Pipilzintzintli,Diviner’s Sage (Wahrsagersalbei), Mazatekischer Salbei, Ska Maria Pastora, Azteken- oder Zaubersalbei klingen für Laien geheimnisvoll. Die Insider achten vor allem darauf, dass es sich eindeutig um die Pflanze mit der botanischen Bezeichnung Divinorum handelt.Nachweislich enthält dieser Salbei den Wirkstoff Salvinorin A, ein besonderes Entheogen. Seine „Kräfte“ sind psychoaktiv und führen somit in eine schamanische oder spirituelle Welt.


Das deutsche Synonym „Feenkraut“ darf Frauen nicht zu sehr ermutigen, denn gerade bei ihnen verstärken sich die Wirkungen. Wird Zaubersalbei geraucht, so können minutenlange Wahrnehmungsveränderungen, Denkaussetzungen, ziehende Kräfte am Körper (extreme Verrenkungen),vermeintlicher Kontakt zu anderen Wesen, Bewusstseinstrennung oder auch Wahrnehmung paralleler Realitäten auftreten. Die Dosierungen von Salinorin A. wird selbstverständlich auch von der Form des Rauchens beeinflusst. Es gilt: Ein Joint wirkt schwach, die Pfeife eher mittelmäßig und ein Bong kann extrem stark sein.


Beim Kauen von Zaubersalbei erfolgt die Aufnahme des psychoaktiven Stoffes Salvinorin über die Mundschleimhaut. Damit verlängern sich alle diese genannten Wirkungen. Extrakte (X5 bis X40) von Zauberkraut sind schon längere Zeit im Handel. Bereits auf den Packungen steht der Hinweis „… aber nur für sehr erfahrene Anwender!“.


Alle anderen Arten dieses Lippenblütlers - es sind etwa 900 Arten von der Gattung Salbei bekannt - sind harmlose Küchenkräuter. So nimmt der Zaubersalbei eine Sonderstellung ein. Er sorgt für subtile Effekte, besondere Musikempfindungen, Musterwahrnehmungen mit geschlossenen Augen, dreidimensionale Träume, Fusionen mit Objekten und führt bis hin zum Somnambulismus.