Salvia Divinorum Pflanzen aus Samen und Stecklingen

Salvia Divinorum gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt ursprünglich aus Mexiko. Die Pflanze wird unter anderem auch als Azteken-Salbei, Wahrsagesalbei und Zaubersalbei bezeichnet. Salvia Divinorum enthält den psychoaktiven Wirkstoff Salvinorin A. Dieser Wirkstoff entfaltet bereits in kleinen Mengen eine starke halluzinogene Wirkung.

Salvia Divinorum Pflanzen können sowohl aus Samen als auch aus Stecklingen gezogen werden. Die Zucht aus Samen wird eher selten gewählt, da Salvia Divinorum Samen rar sind. Die Pflanze blüht in der Regel nur nach einer längeren Kurztagperiode. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass es etwa elf Stunden am Tag hell ist und etwa 13 Stunden dunkel. Zudem keimen die Salvia Samen oft ungenügend.

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Die Anzucht aus Stecklingen ist die üblicherweise gewählte Aufzuchtsart. Dabei wird mit einem sauberen Messer ein Teil einer Salvia Divinorum Pflanze abgeschnitten. Das Messer muss scharf sein, um zu verhindern, dass die Kapillaren verdrückt werden. Dies würde die Wasseraufnahme der Pflanze verschlechtern. Der Schnitt erfolgt schräg über einem Knoten. Die Schnittfläche ist beim schrägen Anschnitt größer als bei einem geraden Schnitt. Dadurch kann der Steckling eine größere Wassermenge aufnehmen. Nach dem Schnitt werden die untersten Blätter des Salvia Stecklings entfernt.Für die Bewurzelung der Pflanzen gibt es zwei Varianten. Die Stecklinge können zum Bewurzeln in ein Glas mit Wasser gestellt werden. Die zweite Möglichkeit besteht darin, den Steckling in einen Behälter (Glas oder Topf) mit Erde zu setzen. Die Wurzeln werden mit Erde bedeckt. Die Pflanzen bevorzugen für ihr Wachstum Erde, die wenig Torf, viel Komposterde und Wurmhumus enthält. Nach dem Einpflanzen wird der Steckling gegossen. In den ersten Tagen wird die Luftfeuchtigkeit für die Pflanze im Topf erhöht, indem ein Plastikbeutel auf den Behälter gestülpt wird. Um die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Plastiktüte zu erhalten, wird die Tüte etwa alle drei bis vier Tage abgenommen und die Pflanze mit Wasser bespritzt. Danach wird die Tüte wieder auf den Behälter gestülpt.

An einem hellen und warmen Ort wächst nun der Steckling.Der Steckling benötigt keine Einzelzucht und kann daher mit mehreren Stecklingen in das Pflanzgefäß eingesetzt werden.
Nach etwa drei Wochen ist der Steckling soweit gewachsen, dass er an eine andere Umgebung gewöhnt werden kann. In einer feuchten Umgebung bedarf es keiner weiteren Umgewöhnung. Bei den Verhältnissen in der eigenen Wohnung müssen täglich ein bis zwei Löcher in den Beutel gestochen werden. So wird die Pflanze langsam an eine weniger feuchte Luft gewöhnt.


Die Pflanzen werden weiterhin an einem hellen Standort gehalten. Besonders in den Sommermonaten wird Salvia Divinorum in den Mittagsstunden vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die bevorzugte Temperatur der Pflanze liegt bei etwa 20 °C. In Räumen werden die Salvia Divinorum Pflanzen vor UV-Strahlung geschützt. Bei einer Umstellung der Pflanze ins Freie ist bedecktes Wetter geeignet. Die Blätter erleiden ansonsten durch die Sonnenstrahlen Verbrennungen und es bilden sich große schwarz-braune Flecken.
In den Wintermonaten kommt es auf Grund von fehlendem Licht meist zum Ausfall von Blättern. Die Pflanze treibt dann im Frühjahr neue Blätter aus. Bei einer zusätzlichen künstlichen Beleuchtung in der kalten Jahreszeit wird der Blattabwurf verhindert.


Salvia benötigt regelmäßig ausreichend Wasser. Die Pflanze wird etwa alle zwei bis drei Tage so gegossen, dass keine Staunässe entsteht. Erste Anzeichen von zu viel Nässe sind schlaffe Blätter und braun-graue Blattspitzen. Im weiteren Verlauf fallen die Blätter ab und die Pflanze zeigt keinerlei Wachstum. Nach etwa ein bis zwei Monaten wird die Pflanze gedüngt. Der optimale Dünger für Salvia enthält Stickstoff, Phosphor, Kalium sowie verschiedene Spurenelemente. In den Wintermonaten benötigen die Pflanzen weniger Dünger. Bei einem Nährstoffmangel verfärben sich die Blätter der Pflanze hellgelb. Des Weiteren kann es zu einer Rotfärbung des Stängels und der Blattränder kommen. Anzeichen für Mangel an Stickstoff, Phosphor und Kalium treten zuerst an den unteren und zugleich älteren Blättern auf. Ungenügende Zufuhr von Spurenelementen macht sich dagegen in den Triebspitzen durch auffallend helle und kleinwüchsige Blätter bemerkbar.


Nach einem gewissen Zeitraum, wenn die Erde zu alt geworden ist, wird die Pflanze umgetopft. Zur Pflege der Pflanze gehört überdies das Kürzen zu langer oder zu spärlich gewachsener Triebe. Diese Kürzung erfolgt meist nach dem Winter, da die Pflanze dann im Frühjahr wieder gut austreibt.


Die Salvia Divinorum Pflanze kann von Schädlingen befallen werden. Zeichen eines Schädlingsbefalls sind Fressspuren, abfallende Blätter, eingerollte Blätter und ein verlangsamtes Wachstum der Pflanze. Zu den Schädlingen, die die Pflanze befallen, gehören Blattläuse, Spinnenmilben, Thripse, schwarze und weiße Fliegen, Raupen und Schnecken. Befallene Pflanzen werden mit einem geeigneten Schädlingsbekämpfungsmittel eingesprüht. Dabei werden alle Blätter mit dem Mittel besprüht, besonders die Blattunterseiten, da hier meist die Jungtiere und Eier zu finden sind. Das Spritzen des Schädlingsbekämpfungsmittels wird in der Regel nach ein und zwei Wochen erneut durchgeführt. Dadurch werden auch neu geschlüpfte Jungtiere erfolgreich bekämpft.